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Aktier Schallschutz 2018

08.02.2018 von Albert Ebhart

Autor: Thomas Schefer, Bündnissprecher „Bündnis der Bürgerinitatien - Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtlugierbot ion 22 bis 6 Uhrr, kurz: BBI

 

Forum Flughafen und Region: Aktier Schallschutz 2018

Ein Dokument der Erfolglosigkeit und Kapitulation vor dem Fluglärm

Das FFR Forum Flughafen und Region (FFR) hat sein erneuertes Konzept für einen aktiven Schallschutz vorgestellt. Bei allem Respekt vor der Arbeit der Expertengruppe ist der Bericht ein Dokument der Erfolglosigkeit und der Kapitulation vor der immer größer werdenden Verlärmung des Rhein-Main Ballungsraums.

In aufwändig gestalteten Broschüren werden Maßnahmen vorgestellt, die entweder als Prüfaufträge und Forschungsprojekte vergeben werden sollen oder die sich bereits im Regelbetrieb befinden. Bei letzteren sollten doch eigentlich Entlastungen für die Betroffenen feststellbar sein. Das Ergebnis dieser Maßnahmen liegt jedoch bei nahezu Null. Zum Beispiel lag der bei der Messstation Frankfurt-Sachsenhausen gemessene Dauerschall (Gesamtlärm von 00 bis 24 Uhr) am 18.01.2018 mit 65,0 dB(A) höher als der am 18.01.2012 mit 58,3 dB(A) gemessene Pegel. Im Jahr 2012 sind am Stichtag Einzelschallereignisse von 78 dB(A), in 2018 sogar von 95 dB(A) gemessen worden. Von einer Verbesserung kann bei diesen Zahlen wirklich nicht geredet werden.

Als Instrument einer Beteiligung der Betroffenen wird ein Lokales Konsultationsverfahren gepriesen. „Die Verlegung von Flugrouten über weniger dichtbesiedelte Regionen kann zwar dichter besiedelte Gebiete entlasten, dafür steigt aber der Fluglärm für Anwohner in der Nähe der neuen Flugroute.“ heißt es in den Hintergrundinformationen des FFR (Seite 4). Flugroutenverlegungen führen nur zu Lärmverlagerungen, mindern jedoch den Gesamtlärm nicht und sind damit kein taugliches Mittel. Dennoch soll diese Maßnahme auf die Spitze getrieben werden. Statt für Lärmminderungen zu sorgen, sollen sich die Kommunen untereinander streiten wer wieviel Lärm (er)trägt.

„Die vergeblichen Bemühungen um wirksamen aktiven Lärmschutz zeigen deutlich, dass nur eine Aufgabenbeschränkung (Befriedigung des geschäftlichen und touristischen Reisebedarfs der Region, Einschränkung der Drehkreuzfunktion), eine Reduzierung der Flugbewegungen auf jährlich 380.000 Flüge und ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zu einer Entlastung der Flughafenanrainer führen wird.“ so Thomas Scheffler, Sprecher des BBI Bündnis der Bürgerinitiativen. „Der vielzitierte Kampf um jedes Dezibel ist ein Kampf gegen Windmühlenflügel und kann nicht ohne grundlegende Änderungen erfolgreich sein.“

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